17.12.2019, 18:00 – freie Spende

Verwurzelungen und Neu-Kontextualisierungen traditioneller Klangwelten:
Eine Performance mit afro-brasilianischen Klangbögen

Das Berimbau ist ein brasilianisches Instrument, dessen Ursprünge in Westafrika liegen.
Es steht in enger Verbindung zum Kampftanz „Capoeira“ und symbolisiert den
Widerstand und die Befreiungsbewegung der vormals versklavten Teile der
brasilianischen Bevölkerung. Mittlerweile wird dieser Begriff des Widerstandes auch im
Zusammenhang mit Frauenrechten, Recht auf diskriminierungsfreiem Ausleben jedweder
sexuellen Orientierung, Rechte von beeinträchtigten Menschen, sowie anderen
Minderheiten verwendet.

Nichtsdestotrotz bedarf es gerade im Bereich der zeitgenössischen Musikströmungen, wie
sie in der nördlichen Hemisphäre praktiziert werden und gerade als „weiße“, europäische
Musikschaffende einer besonderen Sensibilität. Allzuleicht gerät man in eine leider viel
zu lange praktizierte Form der kulturellen Aneignung, die die dezidierte
Auseinandersetzung auf gleicher Augenhöhe mit spezifischen regionalen, religiösen und
sozialen Kontexten eines Kulturgutes vermissen lässt.
In diesem Sinne wollen Michael Franz Woels und Gloria Damijan sowohl der Geschichte
dieses außergewöhnlichen Instrumentes, als auch ihren individuellen musikbiographischen
Geschichten nachgehen…

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